Was ist sinnvoller Auslandstierschutz?

Ein Wort vorweg in eigener Sache: Tier UND Schutz ist KEIN Gegner von Auslandstierschutz! Aber von massenweisen und zum Teil unüberlegtem Einführen von Tieren nach Deutschland!

 

 

Man darf nie die wirtschaftliche Lage des Landes außer acht lassen, auch spielt die Mentalität der Einwohner eine große Rolle. Ein deutscher Tierschützer wird ohne Hilfe Einheimischer nichts Nachhaltiges für die Tiere erreichen können.

Gerade in den ländlichen Gebieten wo alles meist noch sehr ursprünglich und mit vielen Traditionen behaftet ist, liegt der Tierschutz noch in der Wiege. Hier muss man sehr behutsam vorgehen und erst mal den Menschen verstehen. Ziel muss sein Hilfe zur Selbsthilfe. Man kann nicht von Menschen erwarten die selbst meist nur das aller nötigste zum Leben haben, dass diese auch noch Straßentiere mit füttern oder gar kastrieren lassen. Auch sind es deswegen keine schlechteren Menschen, die Umstände des Lebens formen einen Menschen.

 

Oftmals haben die Tiere, je nach Land, meist noch eine richtige Aufgabe die sie für die Menschen zu erfüllen haben. Keine Frage, ist die Handhabung mit den Tieren wenn sie ihre Aufgaben nicht mehr erfüllen können, meist sehr grausam und für uns nicht nachvollziehbar. Jedoch kann man das nicht abschaffen in dem man versucht, immer wieder Tiere aus dem Land heraus zu „retten“. Hier muss man versuchen neben der Einstellung der Menschen im Umgang mit den Tieren auch eine politische Änderung herbei zu führen.

Auch andere grausame Rituale welche mit Tieren wegen irgendwelchen Traditionen durchgeführt werden, müssen auf einer anderen Ebene verändert werden. Was natürlich nicht von heute auf morgen geht, aber man sollte endlich mal an dieser Stelle ansetzen!

 

Es gibt bereits in vielen Ländern so etwas wie ein Tierschutzgesetz, natürlich meist noch nicht richtig ausgereift. Auch gibt es sehr viele Organisationen und Vereine im Ausland die sehr gute Arbeit und Aufklärung leisten. Hier mal einen interessanten Artikel aus dem Jahre 2007 von Roberto Bennati: 

 In Sachen Tierschutz ist Rumänien das schwarze Schaf.

 

Auch die Seite der Animal Angels sollte man sich mal durchlesen, sehr viele Informationen und sie arbeiten aktiv vor Ort! Auch haben sie bereits sehr viel positives für die Tiere vor Ort verändert!

 

Was bewirkt der massenhafte Transport von Auslandstieren nach Deutschland oder anderen Nachbarländer?!

 

 

Wenn man die Frage stellt: „ was verändert Ihr für die zurückbleibenden Tiere auf längere Sicht?“ Kommt oftmals die Antwort: „ wir können nicht alle retten, aber für die geretteten Tiere, retten wir das ganze Universum.“

 

Diese Antwort stimmt und ist auch gut nachvollziehbar. Jedoch ist damit die Frage leider nicht beantwortet. Für die tausend anderen Tiere ändert sich nichts. Auch werden oftmals mit diesen unüberlegten Rettungsaktionen, noch mehr Leid für die Tiere produziert.

Sei es der Straßenhund der weggefangen wird weil es in Deutschland jemand gibt der genau so einen Hund haben will. Wenn dann noch eine Hündin mit Welpen gefunden wird, na das ist ein Lotto Jackpott. Gerade in den östlichen Ländern wie z. Bsp. Rumänien, Polen usw. sind sehr oft Tiere für Menschen eine Einnahmequelle. Es gibt gerade im Osten sehr viele „Zuchtstationen“ oder besser „Vermehrer“ die mit minimalem Einsatz das maximale aus jedem Hund herausholen. Was dies für die Tiere heißt, kann sich wohl jeder Vorstellen.

Unter anderen werden auch Deutsche Tierhändler mit den Welpen beliefert. Was der Vermehrer im Ausland nicht mehr verkaufen oder zur Zucht nutzen kann, wird ausgesetzt und seinem Schicksal überlassen. Meist ist der Aufwand sie in Tierheime, Tötungsstationen oder sonstige Einrichtungen zu gegeben zu umständlich. Diese Händler machen sich keine Gedanken über diese Tiere. Jedoch sind einige Tierschützer dahinter gekommen das Welpen ja recht gut zu vermitteln sind.

Also retten Tierschützer ungewollte oder nicht mehr benötigte Tiere von den dortigen Züchtern. Jeder der nur ein klein wenig über solche Aktionen nachdenkt wird ins grübeln kommen. Ja die ausgesuchten Tiere hatten vielleicht Glück wenn sie an einen Verein gekommen sind, welcher die tierärztlich Versorgung der meist todkranken Tiere tragen kann. Und auch erst nach völliger Genesung nach Deutschland oder ein Nachbarland einführt.

Aber was ändert sich auf längere Sicht mit diesen Rettungsaktionen? Erstmal erleichtern sie den Züchtern oder Vermehrern das Leben, und meist gibt es auch noch Geld für den Züchter.

Es bringt keinem der Tiere auf lange Sicht etwas mit diesen Massentransporten. Es muss vor Ort gearbeitet werden. Mit Kastrationen der Straßentiere und zeitgleich auch in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung und Behörden, klar ist auch das es in einigen Ländern sehr korrupt zugeht und erst mal eine Zusammenarbeit überhaupt nicht gewollt oder möglich ist. Auch das ist jedem Bewusst der sich aktiv mit dem Auslandstierschutz vor Ort beschäftigt. Man muss aber dran bleiben und dies Publik machen, trotz vieler mafiöser Strukturen in einigen Ländern.

 

Um die Frage in der Überschrift zu beantworten:“Was bewirkt der massenhafte Transport von Auslandstieren nach Deutschland oder anderen Nachbarländer?!“

 

Antwort: Nichts positives für den Großteil der Tiere. Mit unter kann er das Leid der Tiere immens steigern, da durchaus auch kriminelle Energien und Individuen recht gut davon Leben können. Allerdings nicht nur im Ausland sondern auch hier im eigenen Land. Die Zahl der importierenden Verein hat sich in den letzten Jahren um ein vielfaches gesteigert.

 

 

Sollte es verboten werden Tiere aus dem Ausland einzuführen?

 

 

Ganz klar: Nein. Das kann und darf nicht Sinn und Ziel eines vereinten Europas sein oder werden. Allerdings müssen die Vorgaben verschärft werden.

In erster Linie sollte man dafür sorgen das die Tiere vor Ort ein neues Zuhause finden. Das einfangen und vermitteln von Straßentiere hingegen ohne speziellen Grund sollte sehr stark mit Auflagen belegt werden. Was viele nämlich nicht erwähnen ist, dass eine Zusammenführung von einem Straßenhund und einer neue Familie die vielleicht noch im Stadtgebiet wohnt nicht immer von Erfolg gekrönt ist.

 

Viele dieser Tiere leben schon über Generationen frei und wild auf der Straße oder dem Umland. Sie haben nie gelernt den Menschen als „Rudelmitglied“ zu sehen, sie haben gelernt ohne den Menschen zu überleben. Natürlich gilt auch hier, man kann nicht jedes Tier über einen Kamm scheren. Tiere haben genauso unterschiedliche Charaktere und Wesensmerkmale wie wir Menschen. Eine sehr gute Dokumentation oder auch Studie wo sehr beeindruckend das Leben von verwilderten Haushunden gezeigt wird findet man von Günther Bloch in dem Buch oder auf DVD „Die Pizzahunde“.

 

Um Tieren in der Obhut von Tierschützern weiteres Leid zu ersparen müssen schärfere Regelungen her. Damit man irgendwann mal wieder die guten von den schlechten Tierschützer unterscheiden kann.

Hier mal so einige Ideen wie man den Auslandstierschutz für Mensch und Tier besser machen kann. Punkte die von Gesetzes Seite vielleicht mal angedacht oder auch überarbeitet werden sollten:

  1. Genehmigungspflicht für Vereine die Auslandstierschutz betreiben.

  2. Die Gemeinnützigkeit wird nur gewährt wenn vor Ort Projekte aktiv betrieben oder unterstützt werden.

  3. Diese Gemeinnützigkeit sollte auch nur für einen gewissen Zeitrahmen gelten, und muss dann erneut beantragt oder verlängert werden.

  4. Wer keine Gemeinnützigkeit bekommt oder diese aberkannt bekommt, muss behandelt werden wie ein Unternehmen (Zoofachgeschäft oder Hunde-, Pferdehändler usw.) und dementsprechend eventuell auch rückwirkend Steuern für die eingeführten Tiere entrichten.

  5. Die Tiere müssen gesund und alle nötigen Impfungen besitzen. Dies ist bereits eine Vorgabe, jedoch wird die noch sehr oft umgangen. Daher müssen hier höhere Strafen her.

  6. Die Einfuhr von Tieren muss von Behördenseite genehmigt werden. Zum Teil gibt es auch dies bereits. Aber sich nicht daran halten ist wesentlich lukrativer. Auch hier müssen stärke Sanktionen her.

  7. Egel welche Grenze zu Deutschland genutzt wird, muss dort der Behörde die Möglichkeit zur Kontrolle gegeben werden. Dies sollte geschehen bevor das erste Tier in Deutschland aus oder umgeladen wurde.

  8. Die Tiere müssten erst auf eine geeignete Pflegestelle für einige Wochen untergebracht werden, um eventuelle noch nicht entdeckte Krankheiten oder besondere Eigenheiten zu entdecken.

  9. Der Verein ist für die eingeführten Tiere verantwortlich, kann das Tier nicht mehr gehalten werden so muss der Verein für eine geeignete Unterbringung sorgen.

  10. Die geltenden Transportverordnungen sind natürlich ebenfalls einzuhalten. Auch hier müsste man höhere Strafen verhängen, und sofort die Gemeinnützigkeit aberkennen bei Verstoß.

 

Dies sind nur einige Ideen. Mit Sicherheit werden diese mit der Zeit immer wieder etwas verfeinert oder erweitert. Und hoffentlich vielleicht auch das ein oder andere mit ins Gesetz oder Verordnungen eingebunden.

 

Hundeimport
Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz hat hier Informationen rund um den Auslandstierschutz in ein Merkblatt zusammengefasst. Hier finden sie alles vom Transport über die Haltung im Ausland
Hundeimporte-TVT.pdf
PDF-Dokument [95.5 KB]
Hunde aus dem Ausland- von Rolf Gassmann
sueden-neu.pdf
PDF-Dokument [186.9 KB]

Kommentare

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  • Ani (Monday, 18. August 2014 13:48)

    Es ist haarsträubend, wie viel Naivität es im Tierschutz gibt.
    Warum kann man nicht erst das Hirn anschalten, bevor man handelt.
    Hier werden Zahlen genannt.
    Allein 100.000 Hunde sollen demnach in spanischen Tötungsstationen sterben.
    Rechnen wir das einmal hoch auf alle europäischen Länder, in denen es ähnliche Einrichtungen gibt, dann liegt die Zahl , alleine an getöteten Hunden, sicher jenseits der Million.
    Das sind aber nur die Hunde, die getötet werden. Darin enthalten sind nicht die Tier, die ins Ausland „gerettet“ werden, oder die, die in irgendwelchen Auffangstationen ihr Dasein fristen, oder die, die weiter auf der Straße leben,….
    Würde man alle diese Tiere zusammenzählen, käme man sicher auf mehrere Millionen, die dann auf ca. 40 Mio deutsche Haushalte zu verteilen wären und natürlich auch noch auf ein paar Haushalte anderer europäischer Länder und das jedes Jahr.
    Wie groß die Nachhaltigkeit da sein kann, wenn ein paar tausend Hunde nach Deutschland verbracht werden, kann sich jeder selber ausrechnen.
    Alleine die aufgezählten Kosten für ein einzelnes Tier sind sehr hoch.
    Impfen, chipen, Papiere, Floh- und Wurmkuren, Mietkosten für das Gelände auf dem Hunde untergebracht werden, Futter, Tierarztkosten, Flugkosten oder LKW Transporte verschlingen Unsummen.
    Ganz absurd wird es, wenn auch noch schwerstbehinderte Hunde nach Deutschland verbracht werden, die für oft mehrere tausend Euro Op´s über sich ergehen lassen müssen und die dann am Ende doch niemand haben möchte und für die es nicht mal eine Pflegestelle gibt.
    Selbst in Tiervermittlungssendungen versucht man Unmengen Tiere an den Mann zu bringen, die man aus dem Ausland gerettet hat und die nach teuren Behandlungen nun in deutschen Tierheimen sitzen.
    Was soll das?
    Was hätte man in den Herkunftsländern alles mit diesem Geld bewirken können und wie viel Tierelend hätte das in der Zukunft verhindert.
    In den Herkunftsländern sind Sterilisationen oft weit günstiger als bei uns.
    Nur dies ist nachhaltig und damit sinnvoll.
    Leider stellt man oft selbst auf Homepages von Tierschützern, die vor Ort helfen wollen fest, dass sie nicht mal den Unterschied zwischen Sterilisation und Kastration kennen.
    Da werden Ammenmärchen erzählt, wie wichtig Kastrationen sind, da Rüden sonst oft tagelang läufige Hündinnen verfolgen, ohne Rücksicht auf den Straßenverkehr und so sich selber und Menschen gefährden.
    Da frage ich mich, warum wir nicht hierzulande hingehen und alle Hirsche und Rehe einfangen und kastrieren?????
    Auch das Märchen, dass Hündinnen später seltener an Gesäugekrebs erkranken, wird gerne bemüht.
    Nicht nur, dass dies gar nicht letztendlich erwiesen ist, glaube ich auch nicht, dass die Todesursache von Hündinnen, die auf der Straße leben, sehr häufig Gesäugekrebs ist.
    Nur mal so: Wölfe in Zoos werden oft über 10 Jahre, während die meisten freilebenden Wölfe nicht mal halb so alt werden.
    Wünschen wir uns deshalb alle Wölfe in Zoos einzusperren, wo sie dann natürlich kastriert werden sollten, damit sie nicht im Alter an Krebs erkranken?
    Bei Wölfen ist das eine sonderbare Vorstellung, bei ihren nahen verwandten den Hunden aber scheinbar nicht.
    All das ist totaler Quatsch!
    Wer sich auch nur ein wenig mit dem Verhalten von Hunde (vor allem auch im Rudel) beschäftigt hat, der weiß das.
    Ein Rüde kann und will immer, darf dies aber im Rudel noch lange nicht.
    Einen Rang, der dies erlaubt, muss erst mal erobert werden.
    Nehmen wir an, wir fangen nun ein ranghohes Tier, welches innerhalb eines Jahres normalerweise viele Deckakte vollzieht und damit viel neues Hundeelend für die Zukunft produziert, und kastrieren es.
    Schlau, schlau denkt sich der selbsternannte, uninformierte Tierschützer.
    Ist es aber leider nicht.
    Da ist dann mal wieder gutes Geld vor die Säue geworfen.
    Ein kastrierter Rüde riecht anders, wie jeder Hundebesitzer eines Rüden weiß.
    Ein solches Tier wird niemals ranghoch bleiben und wird innerhalb eines Rudels durch das nächst stärkere Tier ersetzt, mit dem Erfolg, dass weiterhin genau so viele Welpen und damit genau so viel Elend produziert wird.
    Hätte man den Rüden nur sterilisiert, würde er weiter decken, aber keine Welpen mehr produzieren.
    Mit nur einer Sterilisation würden so über mehrere Jahre einige hundert Welpen weniger entstehen, die man „retten“ müsste. Mal angenommen alles Geld aus dem Tierschutz würde in so sinnvolle Projekte fließen, dann hätten Tierschützer möglicherweis in einigen Jahren gar nicht mehr so viel zu vermitteln.
    Vielleicht ist dies von manchen aber gar nicht gewollt.
    Immerhin tummeln sich auf dem Markt ja inzwischen nicht nur geschäftstüchtige Alleingänger, sondern auch Sekten, für die die „Tierretter“ ein gefundenes Fressen sind.
    Wer bedenkenlos für die Verschleppung totkranker Tiere, die gar nicht vermittelbar sind, Geld spendet, dem kann man noch so manches Ammenmärchen verkaufen.
    Schließlich gilt es nicht nur Hunde zu retten, sondern auch so manch anderes Tier, vor so manchem fleischfressendem Menschen.
    ( Komisch zwar, dass diese Leute die Welt nicht auch vor dem Fleischfresser Hund meinen bewahren zu müssen, aber wer denkt schon so weit mit?)
    Die Veganerszene boomt und wer tummelt sich da als Anbieter solcher Produkte?
    Insbesondere doch wohl eine Sekte, deren Anhänger sich in den verschiedensten Tierschutzorganisationen herumtreiben, die inzwischen Abgeordnete im Europaparlament sitzen hat und sich zu allem Überfluss auch noch mit der Tierrechtsszene und der rechten Szene verbündet.
    Wer sich so instrumentalisieren lassen möchte, der möge bedenken, wohin so viel Dummheit führen kann.
    Hoffen wir mal, dass am Ende des Tierschutzes nicht nur noch Wölfe und dumme Schafe übrig bleiben.
    Die Devise lautet also erst denken und dann handeln.

  • Sheriff (Thursday, 24. October 2013 10:41)

    Wirklich sehr informativen Artikel!

  • Peter Kahr (Saturday, 06. April 2013 01:30)

    Zum Beitrag:
    *****
    Sollte es verboten werden Tiere aus dem Ausland einzuführen?
    Ganz klar: Nein. Das kann und darf nicht Sinn und Ziel eines vereinten Europas sein oder werden. Allerdings müssen die Vorgaben verschärft werden.
    *****
    Möchte ich folgendes anmerken: Durch die verschärften Gesetzesänderungen der letzten Jahre wird es organisatorisch aufwendiger und teurer Hunde legal zu verbringen. Und das was alles in Zukunft geplant ist wir die finanzielle Situation eines gesetzeskonformen Verbringens aus meiner Sicht für kleine Orgas irgendwann unmöglich machen. Beispiel: Es ist angeblich geplant dass Pflegstellen den grossen §11 machen müssen. Der kostet ca. 800 Euro, hat eine kleine Orga 10 Pflegestellen muss mir jemand erklären wie im Beispiel 8000 Euro finanzierbar sein sollen? Und dann wechseln Pflegestellen wird der Betrag immer und immer wieder fällig. Das ist absolut lächerlich wenn eine Pflegestelle zu ihrem bestehenden Hund noch einen Pflegehund dazu nimmt. Was damit aus meiner Sicht bezweckt werden soll liegt doch auf der Hand?
    Mein persönliches Fazit: Man will behördlicher weise diese Importe nicht vernünftig regeln sondern brutal abdrehen. Und da sehe ich die Gefahr dass erst recht viele versuchen werden am Gesetz vorbei Tiere zu verbringen. Ob das wirklich sinnvoll ist wage ich stark zu bezweifeln.

    Und dazu:
    *****
    In erster Linie sollte man dafür sorgen das die Tiere vor Ort ein neues Zuhause finden. Das einfangen und vermitteln von Straßentiere hingegen ohne speziellen Grund sollte sehr stark mit Auflagen belegt werden. Was viele nämlich nicht erwähnen ist, dass eine Zusammenführung von einem Straßenhund und einer neue Familie die vielleicht noch im Stadtgebiet wohnt nicht immer von Erfolg gekrönt ist.
    *****
    Das wird sehr wohl gemacht. Nur das will eigenartigerweise keiner sehen.
    Und die Aussage dass Zusammenführung von Hunden problematisch sein kann lässt mich schmunzel, daher eine Frage: Und das kann mit „einheimischen“ Hunden oder Hunden aus einem Tierheim von uns nicht passieren? Seriöse Orgas nehmen solche zurück. Und wenn man nur mehr nicht verträgliche Hunde vermittelt bin ich absolut sicher dass man diese Tätigkeit nicht lange durchführt.

    Und zu dem Beitrag:
    *****
    Viele dieser Tiere leben schon über Generationen frei und wild auf der Straße oder dem Umland. Sie haben nie gelernt den Menschen als „Rudelmitglied“ zu sehen, sie haben gelernt ohne den Menschen zu überleben. Natürlich gilt auch hier, man kann nicht jedes Tier über einen Kamm scheren. Tiere haben genauso unterschiedliche Charaktere und Wesensmerkmale wie wir Menschen.
    *****
    Und weiters mag die pauschale Behauptung dass wild lebende Hunden, die Generationen wild gelebt haben, verbracht werden im Einzelfall vorkommen und ist natürlich skeptisch zu betrachten. Die Regel ist das jedoch nicht. In Spanien z.B. werden vorsichtigen Schätzungen zu Folge jährlich ca. 100.000 Hunde und 200.000 Katzen in den Pererras umgebracht. Und der Grossteil dieser Hunde hat schon mal bei Menschen gelebt und wird aus den verschiedensten Gründen in der Tötung abgegeben. Warum es da ein „Verbrechen“ sein soll dass man einem bereits produziertem Tier ein neues Lebens schenken soll, anstatt sich einen Welpen beim Züchter oder Vermehrer zu kaufen ist mir absolut unverständlich.

  • Tatjana (Thursday, 25. October 2012 14:41)

    Und genau deshalb ist die Unterstützung der "Ausweitung der Erlaubnispflicht: Zukünftig §11-Genehmigung nach dem TierSchG für die Einfuhr, das Verbringen oder die Vermittlung von Tieren aus dem Ausland erforderlich" -

    Wer verantwortlich Tierschutz betreibt und nichts zu verbergen hat, hat mit einer Erlaubnispflicht keine Schwierigkeiten. Ein lückenloses und nachvollziehbares Tierbestandsbuch mit Angaben zur Herkunft der Tiere über mehrere Ebenen sind im Sinne von Transparenz und für einen glaubwürdigen Tierschutz unabdingbar, vor allem, wenn Tierschutzvereine sich von Tierhändlern unterscheiden möchten.

  • Nanda (Tuesday, 01. May 2012 17:16)

    diese Frau Tauzher braucht wohl drigennd Geld und schreibt deshalb so dummes Zeug ohne den Kopf einzuschalten. Denn hat sie bestimmt nur, damit sie Ihre Haare nicht in der Hand tragen mudf. Pressefreiheit ist schon in Ordnung aber bitte keine Hetze wie wir schon einmal hatten. Auf solche Leute kf6nnen wir verzichten.

  • raven (Wednesday, 14. March 2012 10:27)

    weitere positive beispiele für auslandstierschutz:
    http://sawasantorini.blogspot.com/
    http://www.viva-animal.com/
    http://www.geniushof.de/cms1_5/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=14&Itemid=26
    http://www.zona-de-galgos.de/


    bitte den auslandstierschutz nicht allzu schlecht reden, denn sonst kümmert sich niemand mehr um die tiere, denen es wesentlich schlechter geht als den tieren in unseren tierheimen!

  • Adigüzel Servet (Thursday, 20. October 2011 18:54)

    Hallo ich habe hier jemand ( Betrüger ) aus Kamerun der lockt die Kunden aus Deutschland an mit billig Tieren!
    Kann man denn überhaupt nichts gegen diese Personen machen !! Die Kunden zahlen per WesternUnion und bekommen NICHTS als Rechnungen.

  • Helga Knies (Wednesday, 05. October 2011 20:59)

    Zu dem Beitrag:
    Perreras sind Gewerbetriebe - stimmt nicht -
    sie sind zwar staedt. Einrichtungen, haben Kosten fuer Personal, Verwaltung, Strom, Wasser, Reinigung und Fuetterung, geben die Tier mit Vertrag, geimpft und gechipt ab - und das zum Preis von unter 3o.-- Euro pro Tier! Kastrationsgutscheine kann man anfordern!
    Wo es das gibt - auf Mallorca! In Son Reus/Palma.
    Es gibt eine Internetseite, auf der die Tiere vorgestellt werden, die Moeglichkeit sich ein Tierheimtier zu reservieren. Abholen muss man es sich natuerlich selbst.
    Kauft ein Tierschutzverein (!) ein solches Tier heraus, investiert er weiter in Entwurmung, Entflohung, Kastration, Bluttest - ca. 180,-- also Total 210 Euro ohne die Kosten, die im eigenen Tierheim wieder fuer Futter, Pflege, Versorgung etc. entstehen. Vermittlungsgebuer auf Mallorca (bei Tierhilfe Mallorca e.V.) pro Hund 15o Euro.Egal ob maennlich oder weiblich, aeltere Tiere unter 1oo Euro!
    Wenn Sie nachrechnen - ein Super GEWINN!
    Eigenes Tierheim besteht, Kontakte zu Behoerden und "Einheimischen" auch. Diese wiederum holen sich fuer eigene Haustiere einen kostenlosen Kastrationsgutschein ab! Wieder ein Riesengewinn fuer den Verein!oder?
    Dass viele Tiere trotz des Herauskaufs ( Dummes Wort bei diesem Preis) nicht gerettet werden koennen und in den Toetungsansstalten sterben muessen, ertragen die ansaessigen Tierschuetzer schon. Wo sollen 6.ooo Hunde jaehrlich hin - nur im Himmel ist noch Platz! Und trotz dieser "Niederlage" arbeiten die Tierschutzvereine nach ethischen Prinzipien: ist nun ein aus der Toetung geholtes Tier krank, bleibt es im Tierheim, wird versorgt und behandelt. Gut, nun holen die aufgeklaerten Spanier selbst (Einheimische, wie Sie sagen) Tiere aus den Toetungsstationen, weil sie es ebenfalls nicht ertragen koennen, dass die Tiere in Massen eingeschlaefert werden.
    Wir, die Auslandstierschutzvereine haben sie ja jahrelang sensibilisiert.
    Gibt es jetzt aber haeusliche Probleme werden diese Tiere nicht in der Toetung abgegeben, sondern in dem Tierheim, welches als "Auslandstierschutzverein" sich den guten Namen gemacht hat und eben nicht einschlaefert. Der Tierschutz im Ausland investiert aus eigenen Mitteln! Belaestigt niemanden, ausser vielleicht gedanklich die, die in Deutschland sitzen und meinen, dass sie aufgrund des Auslandstierschutzes MILLIONEN Euro verlieren. Mein Tipp: geht in die Hinterhoefe Deutschlands, in die Eifel oder sonstwo und macht Fotos der armen Schaeferhunde, die dort Sommer wie Winter an der Kette haengen. Macht Katzenkastrationen, wie die Auslandstierschuetzer, und wenn ihr ehrlich seid, stellt ihr fest, dass ihr diesen Massen nicht Herr werdet! Der deutsche Tierschutzverein steht vor dem AUS habe ich gelesen - was glaubt man denn, wie es den deutschen Tierschutzkollegen im Ausland geht?
    Man sollte sein Augenmerk auf die schwarzen Schafe richten, die kleinen privaten "Tierfreunde", die mit homepage und unverschaemten Forderungen von 35o und 4oo Euro fuer ein unkastriertes Tier um "Hilfe" bitten. Das waere ein weites Feld, auch fuer so manchen Staatsanwalt in Deutschland. Und noch eine Empfehlung: Banken, die privaten Personen ein "Bettelkonto" einrichten und nicht pruefen, ob eine Gemeinnuetzigkeit vorliegt, gehoeren angezeigt. Solange Finanzaemter aber erklaeren, dass eine Auskunft ueber eine Gemeinnuetzigkeit unter "Datenschutz" faellt, wird man auch hier der Masse der Betrueger nicht Einhalt gebieten. Jedem Menschen bleibt es ueberlassen gut zu pruefen fuer wen er spendet. Es gibt Kassenberichte, Vorstandsbeschluesse, Mitgliederversammlungen, ein Tierheim kann man besuchen und sich ein Bild davon machen, wie die Tiere dort gehalten werden. Und das gilt fuer das Ausland genauso wie fuer Deutschland.

  • Roscher (Sunday, 15. May 2011 22:54)

    Hallo,

    ich muss Manuela da vollkommen Recht geben. Reden können sie alle aber wer versucht denn ernsthaft zu helfen von denen?
    Das Leid der Tiere muss man gesehen haben um zu begreifen das jede Hand benötigt wird.
    -> Manuela: Bist du aktiv im Tierschutz tätig?
    Ich würde mich freuen wenn du dich melden würdest.

  • Manuela Bönig (Tuesday, 09. November 2010 23:09)

    Lieben Dank für die vielen Komplimente.den Tierschutz vor Ort liebe Frau Löwer.....den erledigen wir Supertierschützer noch dazu!!!!!Alles in allem ist es typisch deutsch nicht weiter als wie vor die eigene Tür zu kommen,geschweige denn über den Tellerrand hinaus zu schauen.

  • waela (Tuesday, 09. November 2010 10:52)

    Wenn sich jemand informieren möchte, wie manche Vereine im Auslandstierschutz agieren, dann sollte er die Geschichte unserer Luvia auf unserer Tierhomepage lesen. Wir haben hier ausschließlich den mit dem Verein geführten Mailverkehr erzählen lassen. Wir wollten nicht, dass jemand behaupten kann, wir hätten etwas dazugedichtet. Dieser Verein macht mit kranken Hunden aus dem Ausland munter weiter, da wir und einige nach wie vor Interessierte, die auf der Homepage angebotenen Hunde genau beobachten. Wir und die arme Luvia, als die Opfer dieser Machenschaften, hofften diesem unseriösen Verein beizukommen, doch die Hoffnung war vergeblich. Eine Anzeige wurde Mangels an Beweisen niedergeschlagen, der Amtstierarzt schläft weiter, etc. Leider werden nun nach wie vor Hunde, die genauso krank sind wie Luvia nach Deutschland verfrachtet und verschachert.
    Traurig, aber wahr!

  • Martina Löwer (Monday, 04. October 2010 18:56)

    Wir schalten jeden Beitrag frei, doch haben wir nicht den ganzen Tag Zeit hier zu sitzen und auf einen Kommentar von einer sehr kultivierten und sehr intelligenten Supertierschützerin zu warten. Wir machen zur Abwechslung auch noch Tierschutz vor der eigenen Türe!

    Mit freundlichen Grüßen
    Martina Löwer

  • Manuela Bönig (Monday, 04. October 2010 16:03)

    Meinungen die Euch nicht in den Kram passen werden wohl garnicht erst veröffentlicht was?Da erkennt man schon wie unheimlich seriös eure tolle Seite ist.Hauptsache Hetzen!!!!

  • Manuela Bönig (Monday, 04. October 2010 13:47)

    Ach und noch etwas,wir sogenannten Tierschützer holen selbstverständlich kranke oder geschändete Tiere nach Deutschland.Euren Aussagen nach macht es ja nichts,wenn es aufgrund solcher Borniertheit elendig verreckt.Aber das ist eben Deutschland,mal gut das es jeder selbst entscheiden kann woher er ein Tier möchte.

  • Manuela Bönig (Monday, 04. October 2010 13:43)

    Martina Löwer und Wölfin!!!!!
    Euch empfehle ich mal dringend einige Wochen in der Tötung zu verbringen,oder erhangene und halbtote Tiere zu versorgen.Solche dummen Sätze man sollte mal den Hund fragen,zeigt das ihr Zwei von der Materie soviel Ahnung habt wie die Kuh vom fliegen.Sicherlich ist Aufklärung vor Ort wichtig,das heißt aber noch lange nicht das ich es zulasse,das Tiere grundlos getötet werden.Und mit meinem letzten Atemzug werde ich auch weiterhin soviel Hunde wie möglich aus den Tötungen retten.Ich habe selbst 4 extrem geschundenen und schwerst traumatietisierten Hunden ein Heim geben können.........sie nun gesund und frei über ein Feld laufen zu sehen,sagt mir das alles richtig war und die Mühe sich gelohnt habt.Dummes Zeug reden können die meisten,aber etwas sinnvolles tun,da sind die meisten doch Lichtjahre von entfernt.

  • Ambuck-online (Friday, 24. September 2010 23:35)

    Ja, wahrscheinlich deshalb ist es

  • Martina Löwer (Thursday, 09. September 2010 13:37)

    Hallo Wölfin,
    vielen Dank für Deinen treffenden Kommentar! Genau so sehen wir das auch, würden alle auch so handeln bin ich mir sicher sehe es in diesen Ländern schon um einiges besser für die Tiere aus!

    Mfg
    Martina Löwer

  • Wölfin (Thursday, 09. September 2010 10:43)

    Guter Auslandstierschutz ist NICHT jede Menge Hunde nach Deutschland zu schaffen, sondern in der Haupsache Tierschutz vor Ort zu betreiben.

    Dieser Satz ist nur zu unterstreichen, ihm ist nichts hinzuzufügen.

    Es ist im Grund genommen das gleiche System, welches wir wieder finden in den heutigen Entwicklungsländern.
    Wirkliche Entwicklungshilfe wird nicht betrieben. Es werden lediglich Gelder gesammelt, diese noch nicht einaml denen zur Verfügung gestellt, die ihrer bedürfen und Menschen aus Entwicklungsländern Asyl gewährt.

    Das Wort Entwicklungshilfe beinhaltet doch schon das, was sie eigentlich sein sollte ... HILFE ZUR ENTWICKLUNG !

    Das gleiche sehe ich auch mit den Tieren aus dem Ausland. Im Sinne eines einzelnen Tieres mag das vielleicht gerechtfertigt sein, es stellt aber nicht die Lösung des Gesamtproblems dar.

    Das Problem muß im Land selbst angegangen werden. Die Tiere müssen dort eine Chance erhalten.

    Ein weiterer Punkt für mich aus ethishen Gründen noch dazu. Es werden sehr viele extrem kranke und geschändete Tiere nach Deutschland geholt. Die sog. TierSCHÜTZER tun alles, um das Tier zu retten. Ich kenne aber keinen, der das Tier selbst gefragt hat, was es selbst möchte.

    M.E. halten wir Menschen uns immer noch als die schlauere Spezies ... ich glaube aber, dass wir weit davon entfernt sind, auch nur annähernd die Weisheit eines Tieres zu ahnen.

    Die Wölfin

  • Andrea (Wednesday, 11. November 2009 06:24)

    O.G.Fazit ist sehr wichtig. Bloß man sollte dabei auch wieder die andere Seite sehen.... (so gelesen im Forum bei zooplus...Hundehölle in Apulien/Italien (http://www.tierarztblog.com/2009/09/25/hundeholle-apulien-tierschutz-cicto-tierarzte-im-einsatz/), wo Tierheime nur so aus dem Boden geschossen sind, um weiterhin Straßehunde zu züchten, und sie dann wieder zu hunderten auszusetzen, damit das Straßenbild "Straßenhunde" erhalten bleibt. Dabei geht es um Millionengeschäfte. Und so etwas wird in der EU nicht bekämpft. Es ist so unendlich traurig, dass mit dem Elend und der Qual der Tiere und dem Mitleid vieler Menschen so viel Schund betrieben wird.

    Andrea